Heilpraktiker-Fernstudium und -Weiterbildung
Beitrag am 11.08.2009 veröffentlicht von Christian, abgelegt unter Psychotherapie, Psychologie, Heilpraktiker, Ernährungsberatung. Zuletzt geändert am 01.09.2009.
Inhalt: Voraussetzungen für die Zulassungen zur Prüfung, Heilpraktiker-Prüfung: Hohe Durchfallquoten, Vorbereitung auf die Prüfung: Fernunterricht, An welcher Fernschule soll ich lernen?, Fernschulen, die Heilpraxis-Lehrgänge anbieten, Weitere Informationen
„Heilpraktiker“ ist eine in Deutschland geschützte Berufsbezeichnung. Wer sich als Heilpraktiker betätigen und so nennen möchte, braucht dazu eine staatliche Erlaubnis, die im Rahmen einer Prüfung erworben werden kann. Es gibt zwar keine gesetzlich geregelte Ausbildung für Heilpraktiker, viele private Schulen bieten aber Vorbereitungen auf die Heipraktikerprüfung an. Einige Fernschulen, die auf die staatliche Prüfung per Fernunterricht vorbereiten, sollen im Folgenden vorgestellt werden.
Heilpraktiker üben ihren Beruf in Deutschland in eigener Verantwortung als Freiberufler aus aus. Um Scharlatanen Einhalt zu gebieten, ist für die Berufsausübung allerdings eine staatliche Erlaubnis erforderlich, die „Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung“. Um diese Erlaubnis zu erhalten, müssen angehende Heilpraktiker sich einer Prüfung unterziehen, die jedoch nicht bundeseinheitlich geregelt ist – die Durchführungsbestimmungen schwanken von Bundesland zu Bundesland.
Voraussetzungen für die Zulassungen zur Prüfung
Die gesetzliche Grundlage für die Zulassung zum Heilpraktiker ergibt sich aus dem Heilpraktikergesetz („Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung“). Es gibt eine Reihe an Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, um zur Heilpraktiker-Prüfung zugelassen zu werden:- Der Teilnehmer muss mindestens 25 Jahre alt sein.
- Er muss die körperliche und geistige Eignung für den Beruf durch ein polizeiliches Führungszeugnis und ein ärztliches Attest nachweisen.
Heilpraktiker-Prüfung: Hohe Durchfallquoten
Die staatliche Prüfung teilt sich auf in einen schriftlichen und einen mündlichen Bereich. Zur mündlichen Prüfung wird zugelassen, wer die schriftliche Prüfung mit „Ausreichend“ bestanden hat. Ziel der Prüfung ist es, nachzuweisen, dass der Kandidat keine Gefahr für die Volksgesundheit darstellt. Da es keine einheitlich geregelte Ausbildung zum Heilpraktiker ist und die Anforderungen der Bundesländer sich voneinander stark unterscheiden, sind hohe Durchfallquoten für die Prüfung keine Seltenheit.Themengebiete, die u. a. abgefragt werden können:
- Allgemeine Krankheitslehre
- Volkskrankheiten
- Pathologie und Psychopathologie des Menschen
- (Patho-)Physiologie und Anatomie des Menschen
- Erstversorgung von Notfällen
- Laborwert-Auswertung
- Hygiene
- Klinische Befunderhebung
Vorbereitung auf die Prüfung: Fernunterricht
Theoretisch kann ein Kundiger die Prüfung ohne die Vorbereitung durch eine Schule absolvieren, indem er sich selbst vorbereitet. Hilfreich können hierbei Kenntnisse aus medizinischen Berufen, etwa der Krankenpflege, sein. Mit Blick auf die hohen Durchfallquoten der Prüfung ist eine gezielte Ausbildung bzw. Weiterbildung allerdings anzuraten. Ein Fernkurs kann dabei eine gute Möglichkeit darstellen, den Lernstoff systematisch zu erarbeiten.
Typische Lehrgänge an Fernschulen dauern zwischen 2 und 3 Jahren. Die Schüler erhalten einen großen Teil des Lernmaterials nach Hause geschickt und arbeiten es durch. Mithilfe von Einsendearbeiten, die durch Tutoren korrigiert werden, wird der Lernfortschritt überprüft. In Internet-Foren und Chats können die Heilpraktiker-Fernschüler sich mit anderen Schülern austauschen und erste Kontakte knüpfen. Gelegentliche Präsenzseminare können den Stoff vertiefen und bieten Raum zur Beantwortung einzelner Fragen und Unklarheiten.An welcher Fernschule soll ich lernen?
Die Durchfallquoten für die Prüfung sind hoch, daher sollten Sie eine Fernschule mit Bedacht wählen. Anhaltspunkte, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen können:- Wie erfahren ist die Fernschule, wie lange bewegt Sie sich bereits auf dem Markt?
- Wie viele Schüler bildet die Heilpraktiker-Schüle im Jahr weiter?
- Wie hoch ist die durchschnittliche Durchfallquote?
- Von welcher Qualität sind die Lehrmaterialen, wer hat sie verfasst?
- Gibt es Tutoren und ständige Ansprechpartner, wer sind die Dozenten?
- Gibt es ein Forum oder Erfahrungsberichte über die Schule?
Fernschulen, die Heilpraxis-Lehrgänge anbieten
Im Folgenden werden alle Fernschulen gelistet, die im Fernschul-Verzeichnis auf fernschule.me eingetragen sind und auf die HPG-Prüfung vorbereiten:- Akadmie für ganzheitlich Lebens- und Heilweisen
- Institut für berufliche Weiterbildung
- Heilpraktikerschule Online
- Bildungswerk für therapeutische Berufe
- Institut für Lernsysteme (Klett)
- Studiengemeinschaft Darmstadt (Klett)
- Fernakademie für Erwachsenenbildung (Klett)
- kreaWi
- Isolde Richter
- Hamburger Akademie für Fernstudien (Klett)
- Rolf Schneider Seminare
- Amara Heilpraktikerschule
- Impulse Schule für freie Gesundheitsberufe
- Heilpraktikerschule Likamundi
Weitere Informationen
- Artikel Heilpraktiker in Wikipedia
- Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz)
- Verband Deutscher Heilpraktiker e.V.
- Fachverband Deutscher Heilpraktiker
- Liste von Heilpraktiker-Websites im DMOZ-Verzeichnis
- Forum für Heilpraktiker
- Fernschulen im Gesundheitswesen auf fernschule.me
- Fernkurse für Heilpraktiker auf fernschule.me

Heilpraktiker-Fernstudium und -Weiterbildung
Kommentare
das Heilpraktiker Fernstudium ist definitiv mit eines der interessantesten.
Mittlerweile unterstützen auch viele Krankenkassen eine Behandlung über sog. "alternative Heilungsmethoden".
Wenn man das Ganze hinterher noch mit Reiki o.ä. verbindet hat man garantiert gute Chancen - auch in der Selbstständigkeit :-)
lg